5. Meisterschaftsrunde 2019 / 2020

5. Meisterschaftsrunde, 3. November 2019, Sporthalle Moosmättili Schüpfheim, Schüpfheim

ACHTUNG: DIESER MATCHBERICHT KANN IRONISCHE ODER LEICHT PROVOKATIVE / NICHTALLZUERNSTZUNEHMENDE PASSAGEN ENTHALTEN.

An der fünften Runde kam es zum Spitzenkampf in Schüpfheim gegen die Heimmannschaft. Die aufopferungsvoll kämpfenden Bowiler mussten aber eine Niederlage einstecken, die zu verhindern gewesen wäre.

Unihockey Schüpfheim – UHC Bowil 5:4 (3:1 / 2:1 / 0:2)
Beim Footing vor dem Spiel gab es einen regelrechten Social Media Kurs. Es gibt immer wieder neues zu lernen in diesem Bereich. Bei Fragen wäre M. Voramwald die Fachperson in unserem Team. Nach dem Footing muss das Einspielen sehr gut gewesen sein, weil die Mannschaft legte los wie die Feuerwehr. Die Bowiler gingen nach wenigen Minuten in Führung nach einem erfolgreichen Forechecking. D. Christen versenkte den Ball gewollt (?) eiskalt tief in die nahe Ecke aus dem Slot. Die Bowiler hatten eigentlich viele Spielanteile, aber bekundeten immer wieder Mühe mit den Kontern von Schüpfheim. Sie schalteten nach Ballgewinnen extrem schnell und gut um und so kamen sie in der 10. Minute zum Ausgleich nach einem innovativen Fehlpass seitens UHC Bowil beim Auslösen. Auch der Treffer zum 2:1 geschah nach einem schlechten Auslöseversuch der Bowiler. Beim dritten Treffer liessen sich die Bowiler auch wieder vom schnellen Umschaltspiel übertölpeln. So einseitig wie das Resultat klingt, war das Spiel aber nicht. Wir hatten viel Ballbesitz und diverse Chancen, aber machten immer wieder dumme Eigenfehler. Diese Eigenfehler führten zu den Gegentreffern und zu berechtigten Emotionsausbrüchen beim HC und sogar beim Torhüter. Wenn Gleisu laut wird, dann spielen wir normalerweise schon Bockmist zusammen. 😉 Mit dem unnötigen 3:1 Rückstand ging es in die Pause.

Kurz nach dem Wiederanpfiff konnte Liechti den Ball auf der Mittellinie erobern und losziehen. Routiniert versenkte er die Kugel aus dem hohen Slot. Die Assist-Frage konnte leider nicht geklärt werden, weil ein Gehühner auf der Mittellinie herrschte. Der Anschlusstreffer war somit Tatsache und die Mannschaft aus Bowil wollte natürlich möglichst bald ausgleichen. Leider misslang dieses Unterfangen. Die Chancenauswertung der Bowiler nahm langsam tragische, ja sogar sehr traurige Ausmasse an. Und als hätten wir nicht schon genug gelitten so früh aufzustehen, hinten zu liegen und das Tor nicht zu treffen, musste zu allem Übel auch noch unser Engelshaar in die Kühlbox. Er berührte einen Gegner ein wenig mit dem Füdi. Der Gegenspieler nahm dies dankend an und hob ab inklusive Stockschlag in die Bande. Es tönt eben schon brutaler, wenn man den Bängu noch in die Bande haut. 😊 Man könnte meinen, der Herr wäre besoffen von einem Festbank oder Barhocker gefallen, weil er zu viel schnousiges Bowilerbier geäcknert hat (DAS LECKERE BOWILERBIER KANN IMMER NOCH ÜBER DEN KASSIER GEKAUFT WERDEN!!!). An der Fasnacht kann es noch nicht liegen, dass es ihn so runtergejasst hat. Wie alle wissen ist die Fasnacht im Luzernischen ein (h)eiden Spass. Item. Unsere Euphorie wurde mit der Strafe und dem daraus folgenden 4:2 ziemlich gebremst. Jedoch suchten wir weiter den Weg nach vorne. Das Doofe daran waren die immer noch extrem stark gespielten Konter der Schüpfheimer. Mit der Zeit bekamen wir die Konter besser in den Griff, auch weil wir das Spielsystem umstellten. Leider verhalfen wir gegen Ende des Drittels Schüpfheim noch zu einem quasi Penalty. Ein Akteur des UHC B’s, der Name und so ist der Redaktion bekannt, traf das Spielgeräte nicht wunschgemäss und schoss den eigenen Goali an. Der Ball prallte ab zu einem Gegenspieler, welcher nur noch einschieben musste. F*ck eiii! Mit einem zu hohen Rückstand mussten die Bowiler in die Pause. Personell gab es keine Änderung in der Pause, nur taktisch wurde etwas umgestellt.

Im letzten Drittel powerten die Bowiler wild drauf los. Von Beginn an wurde das Tor von Schüpfheim unter Beschuss genommen. Doch vorerst blieben die Bowiler beim Verschiessen der Riesenchancen. Die Schüpfheimer spielten immer noch clever auf Konter und konnten die Bowiler mit ihrer physischen Spielweise immer wieder aus dem Konzept bringen. Eine Strafe wäre nun langsam auch für Schüpfheim überfällig gewesen. Eine Viertelstunde vor Schluss hätten diverse Bowil-Spieler die Partie bereits selbstständig drehen können aufgrund der Vielzahl ihrer Chancen. Gerade als HC Meff laaaange vor dem Spielschluss den Goalie ein erstes Mal hinausnehmen wollte, verkürzte Christen Sämu auf 3:5. Wie ein brasilianischer Sambatänzer tänzelte er durch die Schüpfheimer durch und traf easypeasy. Dieser Treffer setzte neue Energien frei und die Chancen häuften sich für den UHC B. Die Genauigkeit fehlt immer noch und so musste Schweizer Gleisu seinen Arbeitsplatz einige Minuten früher verlassen, als es ihm lieb war. Mit sechs Mann stürmten die Bowiler weiter an und man glaubte schon fast nicht mehr daran. Knapp eine Minute vor Schluss murkste Ivanov einen Schusspass von Bützu über die Linien. Leider konnte der Ausgleich nicht mehr erzielt werden, auch weil die Uhr manchmal etwas länger lief als sie sollte. Jänu, das gehört zur sauberen Heimrundenbüetz dazu. Kämpferisch war es sicherlich eine tadellose Leistung. Die Chancenauswertung war schlicht Scheisse und wir machten wohl mehr Eigenfehler in diesem Spiel als bisher in der ganzen Saison. Die extreme Kaltschäuzigkeit von Schüpfheim kostete uns schliesslich den Sieg. Weiter geht es am nächsten Sonntag in Schönbühl gegen Black Creek. Sei dabei und verbringe den Sonntagabend sinnvoller als vor dem Fernseher! 😀

Unihockey Schüpfheim – UHC Bowil 5:4 (3:1 / 2:1 / 0:2)

Tore: 4. D. Chrsten (S. Fankhauser) 0:1 / 10. Schüpfheim 1:1 / 13. Schüpfheim 2:1 / 17. Schüpfheim 3:1 / 21. Liechti  3:2 / 35. Schüpfheim 4:2 / 39. Schüpfheim 5:2 / 53. S. Christen (L. Muster)  5:3 / 60. Brechbühl (Schneeberger) 5:4

Strafen: Schüpfheim keine Strafen // UHC Bowil  1 x 2 Strafminuten gegen Rothenbühler ()

Bemerkungen: Timeout UHC Bowil nach 5:3

UHC Bowil: Schweizer, Hofer, S. Christen, Jutzi, L. Muster, Anderhalden, Lädrach, Voramwald, Rothenbühler, Schneeberger, Sterchi, Dällenbach, Häni, S. Fankhauser, Liechti, D. Christen, Brechbühl, Burkhalter

Abwesend: S. Muster (Langzeit verletzt), D. Fankhauser (Spielplanprobleme der NFL), Flückiger (Ferienplanungsprobleme), Gerber (Englischintensivkurs im Bereich Hopfen), Leuenberger (immer noch lost in Bangkok)

4. Meisterschaftsrunde 2019 / 2020

4. Meisterschaftsrunde, 20. Oktober 2019, RAIFFEISEN unihockeyARENA Urtenen Schönbühl, Urtenen Schönbühl

ACHTUNG: DIESER MATCHBERICHT KANN IRONISCHE ODER LEICHT PROVOKATIVE / NICHTALLZUERNSTZUNEHMENDE PASSAGEN ENTHALTEN.

Manchmal hat es gewisse Vorteile, wenn sich der Ersatz-Vereinschronist mit dem Schreiben des Matchberichts etwas Zeit lässt. So kann man beispielsweise vor dem Verfassen des eigenen Berichtes lesen, wie der Gegner das Spiel gesehen hat und dann auch gleich dazu Stellung nehmen. Um ihrem Ruf als ausgewiesene Qualitätsjournalisten gerecht zu werden, hat sich natürlich auch das Redaktionsteam des UHC Bowil mit dem Matchbericht des UHT Uetigen vertraut gemacht. In diesem ist beispielsweise zu lesen, dass das UHT Uetigen über das gesamte Spiel die klar bessere Mannschaft war und die Uetiger nur an sich selbst gescheitert seien. Ob diese Aussage wahr ist und die Bowiler an eine Wand gespielt wurden oder ob der Chronist unseres Gegners Tomaten auf den Augen hatte erfahrt ihr nur, wenn ihr an dieser Stelle nicht mit lesen aufhört 😉

Wie ihr ja alle (hoffentlich) mitbekommen habt, fanden am vergangenen Sonntag die National- und Ständeratswahlen statt. Grundsätzlich hat dieses Ereignis natürlich keinen grossen Einfluss auf ein Unihockeyspiel. Ausser beim UHC Bowil, dort ist halt alles ein wenig anders… Der Wahlsonntag führte nämlich dazu, dass sich die beiden Herren Baschi Fankhauser und Schönling Flückiger lieber in ihre Büros begaben statt sich die Hallenschuhe zu schnüren. Damit fehlte den Bowilern am vergangenen Sonntag also das gesamte Captainteam. Und wir mussten gleichzeitig ohne unseren schönsten und unseren emotionalsten Spieler antreten. Und was eigentlich am schlimmsten war: in zwei der drei Linien fehlte damit der etatmässige Center. Die damit zusammenhängenden Linienumstellungen, das Versagen unseres Ersatz-DJs und noch nicht ganz wache Bowiler führte in der Summe dazu, dass der eingangs erwähnte Matchbericht der Uetiger zumindest für die ersten drei Minuten voll zutrifft. Wir sahen keinen Ball, kamen immer einen Schritt zu spät und konnten ehrlicherweise froh sein, dass unser Gegner sein Visier noch nicht richtig eingestellt hatte. Was dann aber folgte war eine Reaktion, die einem Spitzenteam von unserem Kaliber absolut würdig ist! Die Bowiler bissen sich mit Kampf und Einsatz von Minute zu Minute besser ins Spiel und konnten circa ab der Hälfte des Startdrittels das Spieldiktat an sich reissen. Die Chancen vor dem Tor des UHT Uetigen häuften sich langsam aber sicher und auch die Spielweise der Uetiger wurde zunehmend ruppiger und emotionaler. Nach 16 Minuten war es schliesslich JJ Gerber, welcher mit einer einstudierten Freistossvariante erfolgreich war. Böse Zungen behaupteten anschliessend, sein Schuss wäre meilenweit am Tor vorbeigegangen, wenn nicht ein Gegenspieler den Ball abgefälscht hätte… Aber item, wir führten also mit 1:0. Nur wenig später ahndeten die Schiris endlich einen Uetiger Stockschlag mit einer Zweiminutenstrafe. Was sie dabei nicht wussten: das Bowiler Powerplay war bislang eher durch das Kassieren von Shorthandern als mit dem Erzielen von Toren aufgefallen. Daher dürften sich wohl die Zuschauer und auch die Mitspieler verwundert die Augen gerieben haben, als der Ball geduldig durch die Bowiler Reihen lief und auch diverse gefährliche Schüsse in Richtung gegnerisches Tor abgefeuert wurden. Schlussendlich war es Bützu Schneeberger, welcher mit einem wunderschönen Schuss in den Winkel das Powerplay frühzeitig beendete und auf 2:0 stellte. Und da aller guten Dinge drei sind, erzielte Topscorer Jutzi nur wenige Sekunden später (und nach einem herrlichen Doppelpass mit Muster) den dritten Bowiler Treffer innerhalb von drei Minuten. Mit dieser komfortablen 3:0-Führung ging es in die erste Pause.

Die Geschichte des zweiten Drittels ist schnell erzählt: die Bowiler liessen den Ball in den eigenen Reihen laufen und verwalteten den Vorsprung extrem abgeklärt und geschickt. HC Meff war daher nach diesen starken 40 (oder zumindest 37) Minuten sehr zufrieden mit dem bislang gezeigten. Gleichzeitig warnte er aber auch davor, dass die drei Punkte noch nicht im Trockenen seien und wir uns auf ein Feuerwerk des Gegners gefasst machen sollen. Mit dieser Prognose traf er den Nagel leider auf den Kopf. Von der ersten Sekunde an übte Uetigen grossen Druck aus und liess uns praktisch keine ruhige Sekunde mehr. Wir dagegen liessen die Cleverness des vorherigen Drittels leider ein wenig in der Garderobe. Die logische Konsequenz daraus war nach knapp vier Minuten der Anschlusstreffer. Nur gut fünf Minuten später bewies dann unser Gegner, dass auch er Powerplay spielen kann und so stand es plötzlich nur noch 3:2. Die folgenden Minuten überstanden wir dann hauptsächlich dank dem herausragenden «Gleisu» Schweizer in unserem Tor schadlos. Doch letztlich kam es trotz unserem Weltklassetorhüter letztlich so, wie es kommen musste… Uetigen erzielte knapp zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich und so durften wir einmal mehr Überzeit machen.

Und auch in der Verlängerung änderte sich das Bild nicht gross: Uetigen spielte praktisch mit Manndeckung bis hinter unser Tor und wir verpassten es, eine der durchaus vorhandenen Konterchancen clever zu Ende zu spielen und das Spiel so zu entscheiden. Konterchancen hatten wir übrigens auch schon im dritten Drittel die eine oder andere, aber auch da waren wir nicht fähig, diese vernünftig zu Ende zu spielen. Als sich wohl alle bereits langsam mit dem zweiten Penaltyschiessen innert Wochenfrist abgefunden hatten, erhielten wir kurz vor Schluss noch einmal die Gelegenheit Powerplay zu spielen. In der Folge versuchte unser HC, den fünf eingesetzten Spielern während eines Timeouts eine Freistossvariante beizubringen. Irgendwie verstand aber keiner wirklich die Variante und die Ausführung hätte beinahe in einem Fiasko in Form eines alleine losziehenden Gegenspielers geführt. Topscorer Jutzi war damit aber nicht ganz einverstanden, schnappte sich die Kugel und haute sie zum umjubelten 4:3 in die Maschen!

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der eingangs erwähnte Matchbericht der Uetiger für die ersten drei Minuten und ab dem dritten Drittel sicherlich in gewissen Punkten stimmt. Ab der dritten Minute bis zur zweiten Pause spielten die Bowiler aber die vielleicht besten 35 Minuten dieser Saison und liessen dem Gegner keine Chance. So gesehen geht der Sieg der Bowiler trotz dem Einbruch im letzten Drittel in Ordnung. Positiv hervorzuheben gibt es sicherlich den Charakter der Mannschaft, denn es ist nicht selbstverständlich, dass man ein bereits gewonnenes Spiel, welches man wieder aus den Händen gibt, am Ende dann doch noch gewinnt. Und noch fast wichtiger ist die Erkenntnis, dass jeder im Team seinen Teil zum Erfolg beitragen kann und wir die vielen Absenzen problemlos kompensieren konnten.

Kleiner grösserer Input des Chronisten: Es war gemäss den Rückmeldungen des Teams besser, war immerhin der emotionalste Spieler nicht dabei. 😉 Weiter geht es am 3. November in Schüpf-Heim gegen Schüpf-Heim. Somit bestreiten die Bowiler seit einiger Zeit wieder einmal einen Spitzenkampf. Aufgrund des Spielplans der SCL Äisdigers und einem Football-Wochenende in London werden die Bowiler suboptimal vorbereitet und wieder mit einem schmalen Kader antreten. Wie ihr alle heute gelernt habt, muss man nicht immer alles glauben, was ein Autor schreibt in einem Matchbericht. Geht mit offenen Augen durch die Welt und nicht mit Tomaten auf den Augen. 😉

UHT Uetigen – UHC Bowil 3:4 n.V (0:3 / 0:0 / 3:0 / 0:1)
Tore: 16. Gerber 0:1 / 17. Schneeberger (Jutzi) 0:2 / 18. Jutzi (Muster) 0:3 / 44. Uetigen 1:3 / 50. Uetigen 2:3 / 58. Uetigen 3:3 / 70. Jutzi (Schneeberger) 3:4

Strafen: Uetigen 2 x 2 Minuten // UHC Bowil  1 x 2 Strafminuten gegen Richi Däli (unerchantes Einsteigen wöu dr anger het ahgfange)

Bemerkungen: Timeout Bowil 68. Minute.

UHC Bowil: Schweizer, Hofer, S. Christen, Anderhalden, Lädrach, D. Fankhauser, Schneeberger, Sterchi, Dällenbach, Voramwald, Jutzi, Rothenbühler, Gerber, D. Christen, Liechti, L. Muster

Abwesend: S. Muster (Langzeit verletzt), S. Fankhauser (Nienidambüglen), Flückiger (Schaffeschaffeschaffe), Leuenberger (Lost in Bangkok), Brechbühl (Atemlos), Häni (Drömiger Kopf)

3. Meisterschaftsrunde 2019 / 2020

3. Meisterschaftsrunde, 13. Oktober 2019, Campus Perspektiven, Huttwil

ACHTUNG: DIESER MATCHBERICHT KANN IRONISCHE ODER LEICHT PROVOKATIVE / NICHTALLZUERNSTZUNEHMENDE PASSAGEN ENTHALTEN.

Heute gibt es eine Premiere, weil der Matchbericht wird live geschrieben vom verletzten Capitano.

Racoons Herzogenbuchsee – UHC Bowil
In 40 Minuten geht es los mit 18 Spielern gegen die Racoons. Christen Sämu und Tschoui kommen zu einer Premiere auf dem Flügel in dieser Saison. Beide Spieler bringen eine gesunde Härte in die Offensive. Erfahrungsgemäss sind die Racoons, welche aus der 2. Liga abgestiegen sind, eine spielstarke Mannschaft. Bisher konnten sie nur zwei Punkte einfahren, was aber sicherlich nicht ihrem Niveau entspricht. Die Mannschaft aus Bowil ist auf ein taktisch geprägtes Spiel eingestellt.

Noch 34. Minuten bis zum Spiel bei den Bowilern sieht es so aus als würde Schweizer Fäbu im Tor stehen. Er fängt die Bälle wie Kätzchen beim Einschiessen. Was auffällt ist der hellere Boden in der Spielfeldmitte, welcher die Aufgaben mit einem weissen Ball für die Torhüter nicht einfach macht. In 31 Minuten geht es los und das erste Kaffee lindert die Nervosität bei mir nicht. Doch bin ich zuversichtlich, weil bisher alle Spieler einen guten Eindruck machen. Jeder ist korrekt angezogen und selbst José Alvarez Jaunito Richi trägt zwei Stulpen. Soeben traf Tschoui den Pfosten beim Einschiessen. Hoffen wir es endet nicht so wie gestern bei den Eistigers aus Langnau mit vielen erfolgslosen Aluminiumtreffern. Noch sind 24 Minuten Vorbereitungszeit übrig. Bei Teams spielen zurzeit Smallgames. Mein Angsttoilettengang ist erledigt. Die Jungs wirken aber bereit und ich plaudere ein wenig über Ferien mit Löiäs Freundin. Die Mannschaft zieht sich zurück in die Garderobe. Es dauert noch 15 Minuten. Fehlinfo! Sie machen noch einige Penaltys. Gleisu wirkt nicht besonders zufrieden damit. Die Racoons verschwinden nun in die Katakomben. Die Bowiler tun es ihnen gleich. Schon bald wird die schallende Ohrfeigeorgie starten, damit die Spieler erwachen und diesmal bereit sind für das Spiel. 😉 In 10 Minuten geht es los. Die Fans des UHCs sind langsam vor Ort. Gespannt warte ich, ob die Eltern von Christens kommen. Sie sind so ein wenig unser Glücksbringer. Benu 1,5 äcknert noch ein Sandwich mit Cola. Es war bis vor dem ersten Biss noch gut und auch danach. Das Bistro in Huttwil kann man also empfehlen! Die Racoons entdeckt man im weissen Trikot – Bowil spielt demnach in blau. In fünf Minuten startet das Spiel und da kommen unsere Gladiatoren! Ivan macht die Jungs noch einmal richtig heiss vor dem Tor oder vielleicht macht es Jahn. Laut erkling der Feldschlösslischlachtruf. Die Bowiler stellen sich auf. Das Spiel wird zu früh beginnen. Christens Eltern erspähe ich noch nirgends (Spoiler: ni so schlimm)… Die Racoons singen ein Liedchen und stellen sich auch auf. Benu ist beim letzten Bissen seines Sandwiches angelangt und alle sind bereit.

Das erste Bully geht verloren. Ein erster Block durch Löiä nach einem Gewurstelangriff der Racoons. Nach 46 Sekunden gibt es den ersten gefährlichen Abschluss für die Bowiler. Ein Freistoss aus naher Distanz geht knapp vorbei. Die Bowiler machen mächtig Druck, müssen aber auf Konter aufpassen. Das Team ist definitiv bereit heute. Die Racoons können sich ein erstes Mal erfolglos festsetzen. Vier Minuten sind gespielt und ich brauche eine Pause.

Nach 7. Minuten gehen die Racoons in Führung. Das Forechecking geht nicht auf und die Racoons verwerten den Konter. Der Druck bleibt jedoch hoch bei den Bowilern. Lattenknaller von Sämu in der 8. Minute. Zurzeit gibt es Chancen auf beiden Seiten. Ein sehr offensives Spiel sehen wir hier! Löiä mit einem Solo über das ganze Feld, welches er leider nicht krönen kann mit einem Tor.

Nach 13. Minuten der nächste Lattenknaller durch Richi. Wir müssen aber immer noch hinten aufpassen auf die Konter. Das erste Tor für die Bowiler ist nah. Ein ungestümes Einsteigen von Jouy.  Langsam aber sicher ist der Ausgleich überfällig. Noch vier Minuten dauert das erste Drittel. Ausgleichstreffer! Sie haben mich wohl gehört da unten. Ivan trifft nach einem Pass von Domi. Kurz darauf kommt fast die Führung durch Krusty. Meine Nerven geht das ab hier. Das erste Drittel ist zu Ende. Die Bowiler sollten führen. Die Aluminiumtreffer müssen nun in Tore umgewandelt werden.

Kaum geht’s los, gibt es ein Strafe gegen Sämu. Der Gegenspieler flog nach einem Zweikampf davon. Das Boxplay wird schadlos überstanden. Nun haben die Bowiler das Forechecking eingestellt. Sie lassen den Racoons mehr Zeit. Und da ist die Führung in der 25 Minute. Bützu wird mustergültig von Domi Fankhauser bedient. Wieder ein Pass von hinter dem Tor, da scheinen die Racoons Mühe zu haben! 😊 .Scheis**. Wie aus dem Nichts gleichen die Racoons aus nach wenigen Sekunden. Und wiederum ein Tor. Nun geht es Schlag auf Schlag. Lüku Anderhalden schiesst die Führung zum 2:3 in der 26 Minute. Der Pass kam wohl von einem Racoon von der Bande her in den hohen Slot. Oder war der Pass vom Capitano Jahn (bitte bei mir noch melden für die Scorerliste – bei Zweifel gibt es morgen eine Abstimmung im Training). Kurz nach dem Tor kommt es nun zu einem Powerplay für die Bowiler. Nun sollten wir zwei Minute lang geduldig den Weg zum Tor suchen. Leider bleiben wir trefferlos im Powerplay. Clever wechseln unsere Gegner bei jedem Unterbruch und lassen die Zeit runter laufen. Zur Spielmitte beruhigt sich das Geschehen etwas. Christen Sämu scheitert wieder aus dem Slot in der 33. Minute. Der Coach der Racoons wird etwas lauter nun. Leuenberger scheidet verletzt(?) aus und wird durch Rumputschoui ersetzt. Mittlerweile spielen wir unkonzentriert. Prompt muss Häni auf die Strafbank nach 35. Minuten. Wieder ein Racoon der sich nicht mit der Schwerkraft auskennt. Der Ausgleich für die Racoons folgt in der 36. Minute. Ungeduldig hauen die Bowiler den Ball weg, ein Rcoon erwischt diesen und legt mustergültig auf für einen Mitspieler. Nun schwimmen die Bowiler gewaltig. Lädrach vergibt eine Riesenchance. 38. Minute Strafe gegen Bowil. Woody steigt zu grob ein und erhält eine Denkpause. Ein Bigsave von Gleisu und das Drittel geht zu Ende. Schade liessen wir uns nach der Führung so fallen.

Das letzte Drittel startet. Bullygewinn für Jahn und die erste Chane für Bowil. Die Bowiler versuchen das Spiel ruhig zu gestalten und suchen viele Abschlüsse. Fünf Minuten sind bereits gespielt. Beide Mannschaften spielen immer wie zurückhaltender. Timeout Bowil in der 48. Minute. HC Meff ist wohl nicht ganz glücklich mit dem Gezeigten. Er stellt auf zwei Linien um und schon folgt die erste Grosschance für Bowil. Ein riesen Hammer von Löiä, der fast rein geht. Das Team ist seit dem Timeout viel besser. Weitere Topchancen für die Bowiler. Ich kann langsam nicht mehr zuschauen. Hoffentlich werden wir nicht bestraft für die verbesserungsfähige Chancenauswertung. Und da kommt das Unglück. In der 56 Minute nützen die Racoons einen Sortierungsfehler der Bowiler gnadenlos aus. 58. Minute Gleisu geht raus. Und der Ausgleich kommt! Jahn bedient Eiden und der hämmert ihn rein!!! Noch zwei Minuten bis zur Verlängerung. Finito und es gibt die Verlängerung.

Die ersten drei Minuten vergehen ohne bemerkenswerte Szenen. Beide Mannschaften sind extrem vorsichtig bei Ballbesitz. Plötzlich schiesst Ivan den Ball an den Pfosten. Ahhhhh. Kommt schon! Die Bowiler haben zurzeit mehr Spielanteile. Es geht noch 5 Minuten. Soeben chillten sechs Bowiler auf dem Feld. Die Schiris merkten es zum Glück nicht und Ivan schlich ruhig wieder vom Feld. Lattenschuss von Bützu. Noch drei Minuten geht es. Nun verfehlt Häni das Tor um Millimeter. 8 Sekunden noch und es gibt wieder ein Strafe gegen die Bowiler. Eine sehr harte Strafe gegen Lüku. Die Racoons nehmen das Timeout, wohl um eine Freistossvariante zu planen. Der Freistoss der Racoons bringt nichts ein. Somit bedanke ich mich bei Lüku für die Spende ins Teamkässeli so kurz vor Schluss. Es kommt zum Penaltyschiessen.

Penaltyschiessen:
Racoons vs. Schweizer         1:0
Racoons vs. Löie                   1:0
Racoons vs. Schweizer         1:0
Racoons vs. Jahn                  1:1
Racoons vs. Schweizer         1:1
Racoons vs. Domi                 1:1
Racoons vs. Schweizer         2 :1
Raconns va. Hofer                 2:2
Racoons vs. Schweizer         2:2
Racoons vs. Tschoui             2:2
Auch das Penaltyschiessen geht in die Verlängerung:
Racoons vs. Schweizer         2:2          
Racoons vs Jahn                   2:2
Racoons vs. Schweizer         2:2
Racoons vs. Hofer                 2:2
Racoons vs. Schweizer         2:2
Racoons vs. Löie                   2 :3 und SIEG

Eiskalt versenkt Löie den 16(!) Penalty (siehe FB oder Insta). Wir hatten heute sehr viele Abschlüsse. Fünf oder mehr Schüsse trafen die Torumrandung. Ich verpasste wohl den einen oder anderen Abschluss vor lauter schreiben. Nun heisst es den Match zu analysieren und in den nächsten beiden Trainings Gas zu geben. Das nächstes Spiel ist in einer Woche in Schönbühl gegen die Uetiger. Ich und einige andere Fans gönnen uns nun einen Baldriantee.

Racoons Herzogenbuchsee – UHC Bowil 4:5 n.P. (1:1/ 2:2 / 1:1 / 0:1)
Tore: 7. Racoons 1:0 / 17. Ivan (D. Fankhauser) 1 :1 / 25. Schneeberger (D.Fankhauser) 1 :2 / 25. Racoons 2 :2 / 26. Anderhalden 2:3 / 37 Racoons 3:3 / 56. Racoons 4:3 / 58. Jutzi (Flückiger) 4:4

Strafen: Racoons Herzogenbuchsee 1 x 2 Minuten // UHC Bowil  4 x 2 Strafminuten gegen S. Christen (zu gross sein), Häni (Rückenmassage), Voramwald (Füdilastah) und Anderhalden (keine Ahnung was das war).

Bemerkungen: Timeout Bowil 48. Minute und Racoons 60. Minute. Bowil ab 58. Minute ohne Torhüter für wenige Sekunden. 😉

UHC Bowil: Schweizer, Hofer, Leuenberger, Flückiger, S. Christen, Anderhalden, Lädrach, Häni, D. Fankhauser, Schneeberger, Sterchi, Brechbühl, Dällenbach, Voramwald, Jutzi, Rothenbühler, Gerber, D. Christen

Abwesend: S. Muster (Langzeit verletzt), S. Fankhauser (Knieschmimimimerezn), Liechti (abwesend), L. Muster (abwesend)