1. Meisterschaftsrund 2019/2020

Endlich konnten die UHCler wieder einmal einen Startsieg einfahren. Sieben schwache Sekunden täuschen bezüglich Resultat, denn die Bowiler dominierten das Spiel weitgehend und nach Belieben.

Tigers Langnau II – UHC Bowil 3:5 (1:1 /0 :1 / 2:3)
Nach dem Sommertraining standen für den UHCB noch einige Testspiele an. Diese Testspiele konnten die Bowiler alle mehr oder weniger erfolgreich gestalten und man war gespannt, ob diese Spiele etwas auszusagen haben. Ein erfahrener Chronist ist sich der schwierigen Analyse von Testspielen bewusst. Schon oft sah das erste Saisonspiel anders aus als die vorherigen Spiele. Auch der Headcoach der Bowiler wäre wohl um etwas Demut – eine kleine Niederlage in der Vorbereitung – froh gewesen. Jä nu, so starteten die Bowiler halt mit drei Siegen und einem Unentschieden in die neue Saison.

HC Meff wollte einen souveränen Match von seiner Equipe sehen. Die Grundidee wäre gewesen, nicht aktiv die Gegner anzugreifen, sondern mit viel Geduld, gutem «Ansteuern» und sauberer Laufarbeit die Tigers bei den Auslösungen zu Fehlern zu zwingen. Ebenfalls hatte HC Meff viele Schüsse auf das Tor gefordert, weil der gegnerische Goalie ein immenses Defizit beim Fangen habe. Leider hatten einige Herren ein wenig Mühe mit der Umsetzung des Geforderten. Wie junge, wilde Hunde attackierten sie alleine und brachten das System durcheinander während andere Umsverrecken nicht schiessen wollten. Im einen Testspiel gegen einen Ligakonkurrenten wurden diese Vorgaben noch vorzüglich und erfolgreich geübt. Nichtsdestotrotz hatten die Bowiler definitiv viel mehr Ballbesitz und Chancen als die Tigers. Mit der Zeit kamen mehr Abschlüsse aufs Tor und es wurde immer brenzliger vor dem Tigerskasten. Nach einer geilen Balleroberung unseres Königstransfers Ivanov Bracho konnte Domi Fankhauser die Käsekugel einlochen. Wir müssen wohl noch eine offizielle Medienmitteilung oder Pressekonferenz machen, damit es endlich alle begreifen, dass die Legende Ivan B. aus der Nähe von Langnau i. E. noch für Schrecken auf dem Spielfeld sorgt. Ligaintern war die Info jedenfalls schnell geflossen, da sich viele Teams bereits – zu Recht – fürchten. Item, über eine allfällige Medienkonferenz würdet ihr über die üblichen Kanäle informiert. Zurück zum Spiel und den nur verbal bissigen Tigers. Die spielerisch zahmen Tigers kamen nicht zu vielen Chancen. Somit gingen die Bowiler mit einer verdienten Führung zum Pausentee.

Der HC nahm in der Pause einen Wechsel vor und verlangte mehr Abschlüsse. Kurz nach Beginn des zweiten Drittels kamen die Tigers zu einem sehr schmeichelhaften Ausgleich. Es wurde einem Spieler ein wenig zu viel Begleitschutz gewährt. Nachträglich erfuhr der Chronist von einer leichten Erkältung, welche einen der Spieler wohl zum Spielzeitpunkt bereits in sich trug. Es ist im Emmental zurzeit Mode nach dem Spiel solche Begründungen abzugeben. Ob leicht krank oder Lebensmittelvergiftung, einen Gegenspieler begleitet man nicht zum eigenen Tor, nein man putzt diesen fair um! Das Spiel wurde nach dem Ausgleich immer hässiger. Spielerisch waren weiterhin nur die Bowiler am Drücker. Eigentlich verdient erzielte David Christen die Führung für den UHC Bowil. Leider nur eigentlich, weil das Tor wegen hohem Stock aberkannt wurde. D. Christen wurde regelrecht gemobbt von den Referees, weil der eine hätte das Tor gegeben und einen weiteren Treffer von Christen im letzten Drittel wurde auch nicht gegeben (das wäre aber ein sauberer Shorthander gewesen). Die Tigers wurden immer wie hässeliger und unfairer. Eventuell wären in ihrem Fall einige Trainings für die Kondition sowie die mentale Stärke noch gut. Schlussendlich gipfelten die Dreckeleien in einem harten aber fairen Check eines Bowilers, welcher mit einem Doppelhänder in den Rücken verdankt wurde. Da es kein Schiedsrichter gesehen haben will, wurde der Tigers-Spieler vom eigenen Trainer aus dem Verkehr gezogen. MERSI! Die Schiedsrichter hatten zu diesem Zeitpunkt das Spiel komplett aus den Händen verloren. Zum Glück beruhigten sich die Gemüter der Bowiler relativ schnell, da Jahn, der schönste der Schönen, einen Ball wunderbar in den Bügel mechte. Läck du mir het dä passt! Die Tigers konnten nicht mehr reagieren in diesem Drittel und es ging wieder mit der Minimalführung für den UHC in die Pause.

Die Schiedsrichter wurden darüber informiert, dass sie ein wenig selbstsicherer auftreten und vielleicht auch einmal eine Strafe aussprechen sollten. Dies setzten sie übrigens sensationell um – weiter so Jungs. Ohne Einfluss des HC besprach die Mannschaft in der Pause vorab, sich aufs Unihockey spielen zu fokussieren und das Reklamieren zurück zu nehmen. Ähnliches verlangte auch Meff. Er wollte zudem mehr Freude sehen beim Spielen. Der HC stellte die eine Linie noch einmal um.

Das letzte Drittel ist schnell erklärt. Jutzi erzielte nach neun Sekunden die 3:1 Führung. Vier Minuten später erhöhte Neiterälligeiter auf 4:1. Seinen lupenreinen Hattrick komplettierte er in der 54. Minute. Jutzis Schusstraining in Südamerika im vergangenen Frühjahr war wohl gut. Die Tigers wirkten nach jedem weiteren Jutzitreffer geschockter. Beide Teams hatten nun die Emotionen im Griff. Dies war wohl auch der Fall, weil die Schiris doch noch begannen Strafen zu verteilen. Zweieinhalb Minuten vor Schluss kamen die Tigers aus dem Nichts zu einem Tor. Und nur weitere sieben Sekunden später erzielten sie das 5:3. Da hatten wir ein bisschen geschlafen, aber nur vorübergehend. Die Treffer verfehlten die Wirkung nicht und weckten die Bowiler auf. Absolut weltklassemässig wurde der Ball anschliessend gehalten in den letzten zwei Minuten. Nach 60 Minuten konnte der erste Sieg gefeiert werden.

Trotz dem verdienten Sieg war noch nicht alles optimal. Bis zum nächsten Ernsttest müssen wir den eigenen Slot besser in den Griff bekommen, weil die letzten zwei Tore fielen beide aus unserem Slot. Das Powerplay hat ebenfalls noch Potenzial bei uns. Weiter geht es am 6. Oktober um 13.30 Uhr in der Espace-Arena Biglen gegen die Hornissen aus Moosseedorf.

Tigers Langnau II – UHC Bowil 3:5 (1:1 /0 :1 / 2:3

Tore: 8. D. Fankhauser (Brechbühl) 0:1 / 26. Tigers 1:1 / 38. Flückiger 1:2 / 41. Jutzi (Flückiger) 1:3 / 45. Jutzi (Gerber) 1:4, 54. Jutzi (Anderhalden) 1:5 / 58. Tigers 2:5 / 58. Tigers 3:5

Strafen: Tigers Langnau: 2 x 2 Minuten // UHC Bowil 1 x 2 Strafminuten gegen Leuenberger (zu gross sein und im Weg rumstehen)

UHC Bowil: Schweizer, S. Christen, Gerber, Flückiger, Anderhalden, Jutzi, Lädrach, Voramwald, D. Fankhauser, Brechbühl, Sterchi, Schneeberger, Dällenbach, Leuenberger, S. Fankhauser, D. Christen, Rothenbühler, L. Muster (ohne Einsatz)

Abwesend: Liechti (Hochzeitsgast), S. Muster (lange verletzt), Hofer (Mimimimöseli), Häni (Wandern), Burkhalter (Geburiparty Büsi)

#niemerweismewär

Sommer 2019

Das Sommerloch ist langsam aber sicher vorüber und die Vorfreude auf die neue Saison beginnt zu steigen. Höchste Zeit also für einen kurzen Rückblick auf die Highlights des Sommers.

Mai: Cupspiel gegen Oberland 84 Interlaken
Die erste Hürde auf dem Weg ins Wankdorf war in diesem Jahr der Drittligist aus Interlaken. In einer von viel Kampf und Krampf geprägten Partie kam der UHC Bowil irgendwie nie richtig auf Touren. Dem Chronisten sind die Ereignisse bis auf eine Ausnahme nicht mehr im Detail präsent. Diese eine Ausnahme bezieht sich auf die spielentscheidende Szene: die Oberländer konnten Mitte des letzten Drittels einen 3:4-Rückstand innerhalb von gefühlten 0,0001 Sekunden (in Wirklichkeit waren es etwa 4 Sekunden) in eine 5:4-Führung verwandeln. Diese Führung hielt dann bis am Ende bestand. Damit endete die #roadtowankdorf für den UHC Bowil bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt in einer Sackgasse. Wir geben aber natürlich nicht auf und werden nächstes Jahr wieder alles daran setzen, endlich mal im Wankdorf spielen zu können :p
Dieses Spiel war für zwei langjährige Spieler auch gleichzeitig der letzte Einsatz im Dress der Bowiler. Sowohl der langjährige Präsident Urs „El Presidente“ Aeschlimann wie auch der langjährige Captain Marcel Ryser haben sich dazu entschieden, den Stock an den Nagel zu hängen. Ganz verlieren werden wir die beiden aber nicht, denn Urs amtet aktuell als OK-Präsident für das 30-Jährige Jubiläum des UHC Bowil nächsten Sommer (24. & 25. Juli 2020, Datum sofort in Agenda eintragen!) während sich Marcel Gedanken macht, eventuell noch eine zweite Karriere als Torhüter zu lancieren. Wir wünschen euch beiden auf jeden Fall alles Gute, gute Gesundheit und was man sonst noch so alles brauchen kann für den neuen Lebensabschnitt! 😀

Juni: Transferaktivitäten
Nach dem erneuten verfehlen des Cupfinals sahen sich die Verantwortlichen des UHC Bowils zum Handeln gezwungen. Dabei ist unserem frischgebackenen Papa (herzliche Gratulation nochmal!) und Sportchef ein veritabler Transfer-Coup gelungen. Er hat nämlich die sogenannte Rolex auf dem Transferwühltisch gefunden. Nach zähen Transferverhandlungen ist es ihm gelungen, den langjährigen NLA-Spieler und amtierenden Cupsieger Ivan Brechbühl von den Unihockey Tigers zu verpflichten!
Neben diesem Königstransfer können noch drei weitere Zuzüge vermeldet werden: vom UHT Eggiwil II stösst Luca Muster zum UHC Bowil und von den UH Zulgtal Eagles kehrt Dominik Fankhauser zurück zu seinem Stammverein. Und last but not least gibt mit Simon „Richi“ Dällenbach ein ehemaliger Eggiwil-Junior sein Comeback bei den Bowilern.

Juli: 7eck in Arosa
Anfangs Juli machte sich dann ein Grüppchen Bowiler auf den Weg ins Höhentrainingslager in Arosa. Wie es die Tradition verlangt, wurde diese Reise natürlich mit unserem Arosa-Poschi angetreten. Organisator LA hatte allerdings so seine liebe Mühe mit Zählen und so war ein Spieler zu viel im Aufgebot. Oder das Poschi hatte einen Platz zu wenig. Wie auch immer, irgendwann waren dann endlich alle in Arosa und der körperlich anstrengende Teil konnte beginnen. Getreu dem Motto „Was in Arosa passiert, bleibt in Arosa“ hüllen wir an dieser Stelle den Mantel des Schweigens über die weiteren Ereignisse in den Bündner Bergen. Nur so viel sei an dieser Stelle verraten: die Mission Titel-Nichtverteidigung (wegen dem früh zu Bett gehen am Sonntag) konnten wir dank einer starken Leistung am Freitag- und Samstagabend erfolgreich gestalten… 😉

August: Fussballspiel gegen den FC Hasle-Rüegsau
Nach wochenlanger intensiver Vorbereitung war es am 6. August endlich so weit: der UHC Bowil marschierte zum Klang der Champions League Hymne ins vollbesetzte Stadion zum Klassiker gegen die Senioren des FC Hasle-Rüegsau. Zugegeben, die Champions League Hymne wurde leider nicht abgespielt. Und das Stadion war auch nicht ganz restlos ausverkauft. Und von einem Klassiker kann man bei der Begegnung UHC Bowil gegen FC Hasle-Rüegsau auch (noch) nicht reden. Aber gegen deren Senioren getschuttet haben wir tatsächlich. Wie es so ist, gewinnt im Sport leider nicht immer das bessere Team. Trotz unserer technischen und taktischen Überlegenheit und einem klaren Chancenplus mussten wir uns am Ende mit einer 3:5-Niederlage abfinden. Nichtsdestotrotz sind wir guten Mutes, den Rückstand im Rückspiel auf „unserer“ Unterlage noch drehen zu können.

Und jetzt noch im Ernst: viele Dank an die Senioren für das tolle Spiel und für die Verpflegung im Anschluss. Wir gratulieren zum verdienten Sieg und freuen uns bereits darauf, euch im Winter bei uns in Zollbrück begrüssen zu dürfen! J

Auch August: Erstes Testspiel gegen das UHT Eggiwil
Seit gut zwei Wochen versuchen sich die Spieler des UHC Bowil nun wieder in ihrer gewohnten Umgebung zurecht zu finden: in einer gedeckten Halle, mit Stock und Ball. Dass diese Angewöhnung bislang ziemlich gut funktioniert, zeigte das Testspiel von vergangenem Montag. Gegen die zweite Mannschaft des UHT Eggiwil resultierte am Ende ein ungefährdeter 5:2-Sieg. Selbstverständlich ist noch lange nicht alles perfekt, aber im Grossen und Ganzen zeigten die Bowiler gefälliges Unihockey und führten bis ca. drei Minuten vor Schluss mit 5:0. Durch zwei Kommunikationsfehler in der Defensive kassierte man in den Schlussminuten dann doch noch zwei ärgerliche Gegentore. Darum ärgerlich, weil dadurch dem stark aufspielenden Schweizer im Tor der Bowiler der verdiente Shutout verwehrt blieb. Und weil er damit auch kein Bier bringen darf/muss.

In den verbleibenden Trainings bis zum Saisonstart werden die vom HC identifizierten Defizite sicherlich noch genauer angeschaut und hoffentlich auch behoben. Und das letzte Highlight der Vorbereitung steht uns sowieso noch bevor: das Trainingslager in der Lenk von nächstem Wochenende.

#derandereChronist

Racletteabend 2019