3. Meisterschaftsrunde 2022/2023

Die 1. Mannschaft verliert eine zähe und spannende Partie gegen Unihockey Schüpfheim mit 2:4.

3. Meisterschaftsrunde 2022/2023, 2. Oktober, Schüpfheim

Im Moosmättli in Schüpfheim erlebten die Bowiler in den letzten Jahren nicht viele glorreiche Momente. Die Erinnerungen sind geprägt von Niederlagen und Hundekot. Die Zeichen standen nicht gut, als bei der Ankunft ein Hund mit seinem Frauchen um die Halle schlich, um sein Geschäft zu verrichten. Durch diesen Hund kamen die Bowiler sofort in eine negative Stimmung. Glücklicherweise ist der angehende Pädagoge Ritter ein fröhlicher Mensch und erhellt gerne die Gemüter der Mitspieler. Mit seinen 24 Regenerations-Shake-Dosen konnte er die Gemüter der Negativeingestellten in der Garderobe sofort aufhellen und die nur 15 Feldspieler und Torhüter Schweizer machten sich danach gut gelaunt ans Einwärmen. Zur personellen Situation folgt am Ende des Berichts etwas mehr. Leider können wir den Saisonvorschaubericht nicht aufschalten, worin alle Personenmeldungen vorhanden wären.

Die taktischen Anweisungen des Coaches waren einfach und verständlich – ausser man hörte nicht gut zu.

Von Beginn an drückten die Schüpfheimer aufs Tempo und hatten viel Ballbesitz. Durch eine grandiose Blockarbeit, gutes Stellungsspiel und einem starken Schweizer blieben die Angriffe des Gastteams lange ungefährlich. Die Bowiler versuchten mit Nadelstichen immer wieder zu gefährlichen Chancen zu kommen. Teilweise fehlte den Bowilern im Ballbesitz die Geduld und man schenkte viele Bälle zu einfach hin. «Hoch und weit bringt Sicherheit» ist grundsätzlich nicht immer schlecht, aber wenn man ohne Druck den Ball nach vorne schlägt und ihn so dem Gegner abgibt, ist es schon nicht optimal. Nach der Drittelmitte gingen die Bowiler nach einem Zuckerpässli vom Schützen auf D. Fankhauser in Führung. Fankhauser erwischte mit einem platzierten und tiefen Schuss den Torhüter in der weiten Ecke. Der Rest des Drittels war ähnlich wie die ersten Minuten. Die Bowiler mauerten sich zu und Schüpfheim begann schon ein wenig zu verzweifeln. Kurz vor der Pause zog ein Gegenspieler von der Spielfeldmitte ab und erwischte Schweizer in der nahen Ecke. Zu Beginn dachte man, dass Schweizer vaterländisch daneben gereckt hat. Doch dem war nicht so! Müsu Voramwald lenkte den Ball mit seinem Popo – ähnliche Dimensionen wie bei Kim Kardashian – ab und Schweizer wurde dadurch getäuscht und war chancenlos.

Zur Pause stand es 1:1 und beide Teams waren wohl zufrieden. HC Lädrach wies seine Männer auf die gefährlichen Querpässe hin und zeigte ihnen auf, wie sie diese schon früher abstellen können. Dies funktionierte im zweiten Drittel gut. Schüpfheim hatte noch immer mehr Ballbesitz, aber die Bowiler hatten nun mehr Abschlüsse. Das Spiel wurde intensiver. Seitens der Bowiler zeichnete man sich als hervorragende Holzhacker aus, während die Schüpfheimer einerseits eher faul sind und gerne die Beine stehen lassen sowie sich andererseits an das natürliche Verhalten entsprechend der Jahreszeit hielten (Spätsommer/Herbst à Schwalben). 😉 Schliesslich führte es zu einem intensiven Körpereinsatz vom verreckt trainierten Reck, welcher in einer Zweiminutenstrafe endete. Schüpfheim konnte die Strafe nicht ausnutzen. Leider waren die Unparteiischen nicht immer gleich konsequent und so konnte ein Schüpfheimer einen Break-Away von Mäxu mit einem kernigen Stockschlag von hinten unbestraft stoppen. Mit dem Unentschieden ging es in die zweite Pause.

Im letzten Drittel starteten beide Mannschaften offensiver. Nach einigen Chancen auf beiden Seiten konnte Schüpfheim einen Abpraller verwerten, wobei die Bowiler Defensive diesen zu leicht zuliess. Gleich zwei eigentlich zweikampfstarke und gefürchtete Verteidiger konnten im eigenen Slot nicht aufräumen. Kurz darauf pennten die Bowiler bei einem Freistoss und ein Querpass fand seinen Weg quer durch den Slot und es stand 1:3. Innerhalb von drei Minuten verkackten die Bowiler ihr gutes Spiel und HC Lädrach nahm das Time-out. Mit zwei Linien konnten die Bowiler wieder mehr Druck machten und Flückiger erzielte nach einer wunderschönen Freistossvariante den Anschlusstreffer. Leider missglückte einem Verteidiger kurz darauf sein Vorhaben betreffend Decken des Gegenspielers und Schüpfheim erhöhte auf 2:4. Ohne Torhüter gelang noch fast ein weiterer Treffer. Leider mussten die Bowiler als Verlierer vom Platz und konnten nach dem letzten Sieg nicht nachlegen.

Nun noch zur kompakten Saisonvorschau und einige Informationen aus der medizinischen Abteilung.

Nach vielen Saison im Dienste des UHC Bowils beendete Fabian Liechti seine Karriere. Liechti, welcher in seinem letzten Spiel in der vergangenen Saison noch ein Tor erzielte als Captain, wechselt zu den Senioren und bleibt dem Verein erhalten. Wir bedanken uns für seinen langjährigen Einsatz im Verein und wünschen im viel Erfolg in der Saucenproduktion.

Jutzi Eide wird für längere Zeit auf Weltreise bzw. Südamerikareise sein. Wann und ob er zurückkehrt, liess der gesprächige Jutzi offen. Wir gehen von einer Rückkehr in einem Jahr aus, da er in den letzten Jahren viel Schriss angesammelt hat, aber der sicher nicht länger als 1 Jahr hält. 🤪🎉😎 Wir hoffen ihm geht es auf der Reise gut und er sendet uns wöchentlich – wie abgemacht – ein Bild von seiner Reise in unseren Teamchat. 😉

Samuel Christen fällt für den Rest der noch jungen Saison aus. Er zog sich im Training einen Kreuzbandriss sowie Meniskusverletzung zu. Wir wünschen Sämu gute Besserung und hoffen ihn schon bald auf dem Feld wieder zu sehen.

S. Fankhauser gab zu Saisonbeginn vorübergehend seinen Rücktritt aufgrund einer langjährigen Entzündung im Knie. Er sollte langsam aufpassen mit Versprechungen, die er an die Mitspieler macht, da er schon einige Male einen Besuch in Begleitung von Feinelis gemacht hat.

Somit müssen die jungen und wilden Neuzugänge noch mehr Gas geben.🚼👶 Der ehemalige Junior Fabian «Mäxu» Zaugg kehrt zum UHC Bowil zurück. Der junge Mann, der die Jacken und Jäggli jeweils gut schliesst, bringt mit seiner Abschlussstärke viel Schwung in die Offensive.

Kilian Schneeberger, der Sohn von Bützu und ebenfalls ehemaliger Junior, startet ebenfalls in sein erstes Aktivjahr. Mit seiner unbeschwerten und quirligen Art ist er eine Bereicherung für die Offensive.

Ebenfalls neu und nun definitiv dabei ist Kevin Ritter. Der schöne Schlevä hat bereits Jahn den Rang des schönsten Spielers des Teams abgelaufen und zeigte auf dem Feld auch schon seine Scorerqualitäten. 😍🔥Wir wünschen all unseren Neuzugängen viel Spass und eine erfolgreiche Saison. 😊

Weiter geht es am Samstag, 8. Oktober 2022 in Köniz gegen die zweite Equipe von UHC Thun. HEJA BOWIL

UHC Bowil – Unihockey Schüpfheim 2:4 (1:1 / 0:0 / 1:3)

12. D. Fankhauser (D. Christen) 1:0

20. Unihockey Schüpfheim 1:1

49. Unihockey Schüpfheim 1:2

52. Unihockey Schüpfheim 1:3

55. Flückiger (Anderhalden) 2:3

58. Unihockey Schüpfheim 2:4

Strafen: UHC Bowil 1 x 2 Strafminuten durch Reck (zu viel im Fitness und sehr unsympathisch bei Schiedsrichtern) // Unihockey Schüpfheim keine Strafen

UHC Bowil: Jutzi, B. Schneeberger, Rothenbühler, D. Christen, Fankhauser, Schweizer, Zaugg, Flückiger, J. Gerber, Häni, Ritter, Anderhalden, Voramwald, P. Gerber, Bigler, Reck

Abwesend: S. Christen (Tauffe Selä), Sterchi (Italienischkurs), Herrmann (Partyboy in Budä), Leuenberger (Noussen), K. Schneeberger (Bikerganggründung)

1. Meisterschaftsrunde 2022/2023

1. Meisterschaftsrunde 2022/2023, 11. September, Spiez

Der Spielplangott meinte es in dieser Saison alles andere als gut mit dem UHC Bowil. So kam es, dass die Bowiler unmittelbar am Tag nach ihrem traditionellen Racletteabend zum ersten Meisterschaftsspiel antreten mussten. Während die Bowiler Spieler also am Samstag noch mit letzter Konsequenz agierten und einen unbändigen Durchhaltewillen bewiesen, fehlten diese beiden Eigenschaften am Sonntag leider mehrheitlich. Oder anders gesagt: während die Bar am Racletteabend eine gute Rendite abgeworfen hat (was ja auch nicht grundschlecht ist J), blieb das Punktekonto der Bowiler dafür umso leerer.

Viel mehr gibt es zu diesem Spiel eigentlich gar nicht zu sagen. Gegen ein motiviertes und läuferisch gewohnt starkes Oberland kamen die Emmentaler zu oft den berühmten Schritt zu spät. Gepaart mit einer gewissen Restmüdigkeit war die 1:4-Niederlage ziemlich schnell besiegelt. Einziger Bowiler Torschütze an diesem Sonntagnachmittag war der schöne Jahn, welcher von einer Befehlsverweigerung von WK-Reck profitierte.

UHC Bowil – Oberland 84 1:4 (0:1 / 1:2 / 0:1)
Tor für Bowil: Flückiger (Reck)

Strafen: UHC Bowil 1 x 2 Strafminuten / Oberland 84 1 x 2 Strafminuten

UHC Bowil: Jutzi, B. Schneeberger, Rothenbühler, D. Christen, Fankhauser, Schweizer, Zaugg, Flückiger, J. Gerber, Häni, Ritter, K. Schneeberger, Anderhalden, Voramwald, Herrmann, P. Gerber, Leuenberger, Bigler, Reck

Abwesend: S. Christen (Hinkebein), Sterchi (Kinderwagen kömmerlen)

2. Meisterschaftsrunde 2022/2023

2. Meisterschaftsrunde 2022/2023, 18. September, Huttwil

Nur gerade eine Woche nach dem verkaterten Meisterschaftsstart hatten die Bowiler bereits die Chance auf Wiedergutmachung. Früh am Sonntagmorgen hiess der Gegner Floorball Köniz II. Partien gegen zweite Mannschaften von NLA-Teams (der Chronist hat sich bislang noch nicht mit der neuen Bezeichnung der höchsten Liga anfreunden können) sind häufig eine Gratwanderung, was sich auch im Gameplan der beiden HCs wiederspiegelte: wir sollten von Beginn weg Druck machen um zu verhindern, dass die mit nur zwei Linien angereisten Stadtberner das Spiel zu fest einschläfern konnten. Gleichzeitig durfte dieser Druck aber nicht zu gross sein, da ja sonst die technisch und taktisch versierten Könizer uns eiskalt auskontern würden. Und das am Sonntagmorgen… 😉

Insgesamt gelang diese Gratwanderung zu Beginn der Partie gar nicht so schlecht. Dabei spielte es den Bowilern natürlich in die Karten, dass sie bereits früh in Führung gehen konnten. Nach einem Freistoss liess der generische Torhüter den Ball nach vorne abprallen, was Christens David eiskalt ausnutze und den Ball souverän über die Linie stocherte. Auch im Anschluss an den Führungstreffer wurde die Anweisung der Trainer souverän umgesetzt und die Partie spielte sich mehrheitlich weit weg vom Emmentaler Tor ab. Wenn man im ersten Drittel nach dem Haar in der Suppe suchen möchte, dann dürfte man vermutlich bei der Chancenauswertung fündig werden. Zwar konnte Anderhalden zur Mitte des ersten Drittels mittels Distanzschuss die Führung auf 2:0 erhöhen, insgesamt wären aber auch Chancen für drei oder vier Tore vorhanden gewesen.

Zu Beginn des zweiten Drittels verliessen die Bowiler den eingangs zitierten Gratweg vorübergehend und liessen den Könizern vorübergehend ein bisschen (zu) viel Platz. Diese freundliche Geste wurde von den Stadtbernern mit zwei schönen Toren gebührend honoriert und so begann die Partie kurz vor Spielhälfte wieder auf Feld 1. Und auch diesmal waren es wieder die Emmentaler, welche den ersten Zug machten. Senior Schneeberger spielte eine 2:1-Überzahlsituation mit seinem Lieblingsspielzug aus: dem Schuss ins hohe Eck. Doch auch die Spieler von Köniz hatten in der Zwischenzeit ihre Freude am Schiessen von Toren entdeckt und glichen kurz vor der zweiten Pause zum 3:3 aus.

Damit begann die Bowiler Gratwanderung zu Beginn des dritten Drittels wieder von vorne. Wie bereits zu Spielbeginn spielte sich die Partie mehrheitlich in der Hälfte der Stadtberner ab. Einziges Problem: der Grossteil der Abschlussversuche landete entweder an der zeitweise schon fast bemitleidenswerten Wand hinter dem Tor oder aber an den Beinen der Könizer Verteidiger. Bis in der 48. Minute der auf diese Saison hin neu verpflichtete Ritter eine grandiose Idee hatte. Der schöne Ritter, der dem schönen Jahn den Platz auf dem Schönheitsthron streitig machen will, wollte nämlich Christens David den Titel für das hässlichste Tor des Tages streitig machen. Nach einem Schuss, der ausnahmsweise an die Bande hinter dem Tor und nicht ins Aus prallte, murkste er den Ball irgendwie am gegnerischen Torhüter vorbei zur erneuten Bowiler Führung ins Tor. Dies schien die Emmentaler wieder ein wenig zu beflügeln und keine zwei Zeigerumdrehungen später lautete der Spielstand bereits 5:3. Ein anderer Neuzugang, der sich seinen Spitznamen Max übrigens selbst verpasst hat, erzielte seinen schon fast überfälligen Premierentreffer für die Bowiler. In der Folge verteidigten die Bowiler die Führung souverän und verhältnismässig schon fast abgeklärt. Das dies überhaupt nicht der Bowiler-DNA entspricht, realisierte einer der Teamältesten erst gut 30 Sekunden vor Schluss und setzte sogleich an, dies zu korrigieren. Nach einem leicht unnötigen Ballverlust kam Köniz noch einmal auf 5:4 heran und es war schon fast wieder alles wie immer, wenn die Bowiler kurz vor Schluss in Führung liegen: die Trainer kurz vor einem Nervenzusammenbruch, Torhüter Herrmann musste seine ohnehin schon starke Leistung um ein paar weitere Paraden ergänzen und am Ende musste man froh sein, dass es nicht noch eine Verlängerung gab.

Über das gesamte Spiel betrachtet geht der Bowiler Sieg letztendlich aber doch in Ordnung. Mit einer taktisch cleveren Leistung, welche mehrheitlich dem Gameplan der Trainer entsprach, konnte man sich über die 60 Minuten ein Chancenplus erarbeiten und dieses letztendlich auch in Punkte ummünzen. Wie bereits im Fazit zum ersten Drittel festgehalten, ist die Chancenauswertung sicherlich noch ausbaufähig. Es wäre aber ja auch langweilig, wenn schon im zweiten Spiel alles perfekt geklappt hätte 😉

UHC Bowil – Floorball Köniz II 5:4 (2:0 / 1:3 / 2:1)

3. D. Christen (B. Schneeberger) 1:0
11. Anderhalden 2:0
23. Floorball Köniz II 2:1
28. Floorball Köniz II 2:2
30. B. Schneeberger 3:2
39. Floorball Köniz 3:3
48. Ritter (B. Schneeberger) 4:3
50. Zaugg (Bigler) 5:3
60. Floorball Köniz II 5:4

Strafen: keine

UHC Bowil: Jutzi, B. Schneeberger, Rothenbühler, D. Christen, Fankhauser, Schweizer, Zaugg, Flückiger, J. Gerber, Häni, Ritter, K. Schneeberger, Anderhalden, Voramwald, Herrmann, P. Gerber, Leuenberger, Bigler

Abwesend: S. Christen (immer noch Hinkebein), Sterchi (Kinderwagen zusammenbauen), Reck (Erholungsreise nach WK)

💙🤍 Racletteabend 2022!💙🤍

Endlich gibt es wieder einen legendären Racletteabend in Bowil!