6. Meisterschaftsrunde 2019 / 2020

6. Meisterschaftsrunde, 10. November 2019, RAIFFEISEN unihockeyARENA Urtenen Schönbühl, Urtenen Schönbühl

ACHTUNG: DIESER MATCHBERICHT KANN IRONISCHE ODER LEICHT PROVOKATIVE / NICHTALLZUERNSTZUNEHMENDE PASSAGEN ENTHALTEN.

Mit breiter Brust nach einer nur 4:5 Niederlage gegen Schüpfheim, andere verlieren durchaus deutlicher, reisten die Bowiler ins kalte und neblige Schönbühl. 😉 Nur fünfzehn Spieler des UHC Bowils, einer davon war Comebackryser, reisten für das Spiel gegen Schwarzenbach an. Nach einem harten und fairen Spiel fuhren wir einen 3er ein. 😀

Black Creek Schwarzenbach II – UHC Bowil 5:6 (3:3 / 2:1 / 0:2)
Wie im Teaser bereits erwähnt, haben wir ein wenig mit personellen Problemen zu kämpfen. Einige Spieler sind verletzt, andere arbeiten gerne oder geniessen halt noch die Herbstferien. Dadurch kam Marcel Ryser zum hervorragenden Comeback aus dem Teilruhestand. Nicht gerade hervorragend startete die zweite Linie in den Match. Nach zwei Einsätzen der zweiten Linie hatten sie schon eine minus zwei Bilanz. Den ersten Treffer erzielte Schwarzenbach nach einem Pass von hinter dem Tor in den Slot. Das zweite Tor geschah nach einem verschissenen Forechecking. Nach dem 2:0 erwachten aber spätestens auch die Schlafmützen der zweiten Linie. Die gleichen Herren spielten etwas später die Hintermannschaft von Schwarzenbach schwindlig mit Tikitaka-Unihockey vom Feinsten. Den Abschluss des perfekten Angriffs von der Auslösung bis zum Tor leitete der Schütze ein. Der Schütze spielte einen Pass von hinter dem Tor auf Lädrach, der auf der Spielfeldmitte wartete. Lädrach liess einen Gegenspieler mit einer Finte oder schlechter Ballkontrolle aussteigen und bediente Voramwald. Woody drosch den Ball anschliessend auf perfekter Höhe in die Maschen wie früher Thomas Nüssli zu seinen besten Zeiten. Die zweite Linie war somit auf Schadensbegrenzungstour nach dem schlechten Start. Die beiden anderen Linien wirkten etwas stillsicherer. Leider verhinderte diese Stilsicherheit nicht das 3:1 für Schwarzenbach. Gerade als die Bowiler langsam auf Betriebstemperatur waren, schlugen die Black Creeker zu. D. Christen war damit nicht einverstanden und präsentierte seit langem wieder einmal erfolgreich die gefürchtete Christenkurve. Da Christens Eltern anwesend waren, wollte natürlich auch der Erstgeborene brillieren. S. Christen wurde herrlich von Comebackryser bedient und vollzog eiskalt von der Bande aus. Mit dem 3:3 ging es zur Pause in die Sauna aka Garderobe.

Auf Grund der Leistung wurde für den Beginn des zweiten Abschnitts von drei auf zwei Linien umgestellt. Die Saunapause zeigte Wirkung: Die ersten Minuten im zweiten Drittel rissen die Bowiler das Spieldiktat an sich und zeigten den Schwarzenbachern wer Chef auf dem Platz ist. In dieser Sturm- und Drangphase kam es zu unserer erstmaligen Führung. Der schöne Jahn erzielte den Führungstreffer mittels Distanzschuss. Nach sieben oder acht Minuten wurden wieder alle drei Linien eingesetzt. Die Chancen zum Führungsausbau nutzen wir danach nicht. Das Spiel verkam zu einem offenen Schlagabtausch mit vielen hart geführten Zweikämpfen. Zudem entglitt es den Schiedsrichtern stückweise und zu dem allem kam noch der umstrittene Ausgleich für Schwarzenbach zur Spielmitte dazu. Der Torschütze war gefährlich nahe am Torraum am Hantieren, was einige Emotionsausbrüche weckte seitens der Bowiler. Wenige Minuten später erhöhte Schwarzenbach zum 5:4 nach einem Konter. Wir erhielten wieder einmal eine kalte Dusche und standen auf dem Bitz wie gchläpft. Wie die Römer in den Asterixcomics liefen wir auf das Tor der Gallier von Schwarzenbach zu, wurden aber abgeschlachtet und mussten mit einem Rückstand in die Pause. Der HC setzte glücklicherweise nicht die türkische Coaches-Challenge ein, welche entsetzlicherweise auf Social Media herumgeistert. Er stellte taktisch etwas um und startet wieder mit zwei Linien.

Wie nach der ersten Pause war der Beginn des UHC stürmisch und der Ausgleich war zum Greifen nah. Die Angriffsbemühungen wurden jedoch durch eine Strafe von Hofer unterbunden. Die beste Chance vergaben im Boxplay die Bowiler selbst. D. Christen setzte ein weiteres Mal zur Christenkurve an. Kurz nach der Strafe konnten die Bowiler endlich über den Ausgleich jubeln. Schneeberger wurde von Fankhauser mit einem verbotenen Querpass bedient und erwischte den Hüter von Schwarzenbach mit einem tiefen Schuss. Der Treffer weckte neue Energien, welche sogar zum Führungstreffer führten. Routiniert und abgeklärt schloss Liechti schier von der Mitte zum umjubelten Führungstreffer ab. Der Ball schien wie in Zeitlupe zu fliegen und ein wenig Brot hinterherschiessen hätte nicht geschadet. Zum Glück war Christen Sämu als Screen vor dem gegnerischen Goalie aktiv. Da leider keine Zeiten auf dem Matchbericht notiert sind, kann ich nicht mehr genau sagen, wann der Führungs- und somit Siegtreffer fiel. Zudem konnte die Assistfrage wieder nicht lupenrein geklärt werden. Deshalb wird beim nächsten Spiel wieder ein Papierblock und ein Schreiber mit von der Partie sein, damit alles seine Richtigkeit hat in den Statistiken. 😉 Das Spiel dauerte jedoch definitiv noch einige Minuten nach dem 5:6, welche wir abgeklärt wie ein alter Fuchs beim Jagen runter spielten. Ungefähr zwei Minuten vor Schluss wurde eine Strafe gegen Schwarzenbach angezeigt. Gleisu verliess die Kiste und wir spielten ein Ballhalten um das eigene Tor. Einige Sekunden konnten wir so runterspielen, bis die Schiedsrichter ohne uns zum Angreifen zu ermahnen abpfiffen. Danach mussten nur noch eine Minute und zehn Sekunden Powerplay überstanden werden. Schwarzenbach macht es uns mit ihren mathematischen Schwächen noch einfacher den Sieg ins trockene zu bringen. Kurz nach dem das Spiel wieder lief, nahmen sie den Torhüter raus und hatten plötzlich sechs Mann auf dem Feld. Die Bowiler merkten dies natürlich schleunigst und spielten die Rätschibäsen bei den Schiedsrichtern. Im 5-3-Powerplay kam Christen Däfu zum Einsatz, da er sehr talentiert ist im Ball halten und in der letzten Saison einmal nach einem Fehlpass so zusammengestaucht wurde, dass der HC wusste, der Däfu hält den Ball einfach. Dieses Ballhalten führte bei Jutzi während einer zwei gegen null Situation zu leichtem Unverständnis. Däfu zog nämlich in die Ecke und legte nicht unserem Topscorer den Ball auf. Wenige Sekunden später war das Spiel zu Ende! 😀

Kämpferisch überzeugten wir auf allen Linien. Im mentalen Bereich sind wir endlich reifer und lassen uns auch nicht durch wiederholte Rückstände aus dem Konzept bringen. Bis zum nächsten Spiel müssen wir aber noch lernen von Beginn an bereit zu sein.

Die Tabelle zeigt wie ausgeglichen die Gruppe ist. Die Teams sind bis auf Schüpfheim nahe beieinander. Wobei auch Schüpfheim nicht unantastbar ist und für uns wie auch andere Teams besiegbar ist. Die Tigers, welche minim abgeschlagen sind, fuhren zuletzt zwei hohe Niederlagen ein, weil nicht sehr viele Spieler anwesend waren. Eine weitere Prognose zur Tabelle ist sehr schwer. Klar ist hingegen, es geht am 24. November gegen das UHT Arni in Schüpfheim weiter und wir müssen wieder über 60 Minuten unser stärkstes Unihockey für einen Sieg zeigen.

Black Creek Schwarzenbach II – UHC Bowil 5:6 (3:3 / 2:1 / 0:2)
Tore: 2. Schwarzenbach 1:0 / 3. Schwarzenbach 2:0 / 7.Voramwald (Lädrach) 2:1 / 10. Schwarzenbach 3:1 / 14. D. Christen (S. Fankhauser) 3:2 / 17. S. Christen (Ryser) 3:3 / 25. Flückiger (Jutzi) 3:4 / 30. Schwarzenbach 4:4 / 35. Schwarzenbach 4:5 / 50. Schneeberger (S. Fankhauser) 5:5 / 51. Liechti (Häni) 5:6

Strafen: Schwarzenbach 2 x 2 Strafminuten: einmal ein übertriebenes Verhalten und einmal mathematische Dissonanzen // UHC Bowil 1 x 2 Strafminuten gegen Hofer (in den Rücken jassen)

Bemerkungen: 58. Minute Schwarzenbach Timeout. Ab 59. Minute Schwarzenbach ohne Torhüter für wenige Sekunden.

UHC Bowil: Schweizer, Häni, Dällenbach, Flückiger, Jutzi, Liechti, Lädrach, Voramwald, S. Fankhauser, Schneeberger, D. Christen, Hofer, Gerber, Ryser, Sterchi, S. Christen, Burkhalter

Abwesend: S. Muster (Langzeit verletzt), L. Muster (eifert älterem Bruder nach), L. Anderhalden (Trekkerfahren), D. Fankhauser (Tschutschubahnfahren), Brechbühl (geschont für Rückrunde), Leuenberger (immer noch lost in Bangkok -> Vermisstmeldung ist raus), Rothenbühler (Ferien)

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