3. Meisterschaftsrunde 15/16

3. Meisterschaftsrunde, 8. November 2015, Lerbermatt, Köniz
In der dritten Meisterschaftsrunde trafen die Bowiler auf Grünenmatt und Thun. Mit viel Kampfgeist traten die Bowiler die Reise ins städtische Köniz an. Endlich sollten 4 Punkte in einer Runde eingefahren werden.

UHC Grünenmatt – UHC Bowil 2:3 (0:1)
Mit dem UHC Grünenmatt stand den Bowilern ein bisher unbekannter Gegner gegenüber. Die ersten fünf Minuten des Spiels verschliefen die Bowiler wieder nach bekanntem Schema. Obwohl Grünenmatt zu Beginn mehr Spielanteile hatte, konnten sie die Druckphase nicht ausnützen. Im Gegenteil, die Bowiler fanden immer besser ins Spiel und Capitain Christen versenkte auf Pass von Bruder Schütze das Runde ins Eckige. In der Folge geschah goaltechnisch nicht mehr viel in der ersten Halbzeit. Das Spiel war geprägt von vielen Fehlpässen seitens der Bowiler, wie aber auch der Grünenmätteler. Der UHC Bowil liess sich zu sehr auf das Tempo von Grünenmatt ein, statt selber das Tempo zu bestimmen. Auch eine Strafe der Grünenmatter konnte nicht verwertet werden. In der Pause wurde denn auch das grosse Erwachen von HC Lädrach gefordert, um das Spieldiktat an sich zu reissen. Diesem Aufruf folgte aber keine Reaktion, denn auch die ersten 5 Minuten der 2. Halbzeit wurden lehrbuchmässig verschlafen, was zum Ausgleichstreffer, dem 1:1 führte. Nach dem Spiel gab es einige Diskusionen, ob der Bowiler Schlussmann etwas ins Teamkässeli zahlen müsse, da es ein Eigentor war. Leider ist dieser Tatbestand im Kässelistrafgesetzbuch der Bowiler nicht beschrieben, was bei der nächsten Revision unbedingt dazu korrigiert werden muss. Ebenfalls die emotionalen Ausbrüche sollten neu aufgenommen werden, da wäre in dieser Runde ganz schön was zusammen gekommen.;)
Die Bowiler machten in der Folge mehr Druck und versuchten dem Gegner ihre Spielweise aufzudrücken, was in der 32. Minute des Spiels zum Führungstreffer durch Ryser M. führte. Der Schuss von Ryser wurde durch den Torhüter der Mätteler auf irgendeine Weise ins eigene Tor befördert. Grünenmatt stand jetzt unter Druck und nahmen das Time out. Auch die Bowiler nutzten dieses, vor allem um sich auf mehr Druck des Gegners vorzubereiten. Denn dieser liess nicht lange auf sich warten. Die Bowiler fielen wieder in ihr altes Fahrwasser zurück. Nur gerade eine Minute nach dem Führungstreffer glichen die Mätteler aus. Dabei wurde der Torschütze von einem Bowiler Verteidiger assistiert. Auf Namen und genaue Abfolge der Aktion müssen wir zum Schutz der Chronisten verzichten. ☺ In der Folge stellte Bowil auf zwei Linien um, um das unbefriedigende 2:2 zu verhindern. Dies funktionierte, in der 45. Minute, erzielte Jutzi auf Pass von Leuenberger das erlösende 2:3. Ab jetzt galt es den Vorsprung gut zu verwalten beziehungsweise nicht wieder ins alte Fahrwasser zurück zu fallen. Es änderte aber nichts mehr am Schlussresultat von 2:3. Alles in allem war das Spiel, obwohl gewonnen, nicht befriedigend, denn Bowil liess sich zu sehr auf das Tempo des Gegners ein und konnte sich nie wirklich auf die eigene Spielweise besinnen.

UHC Bowil – UHC Thun II 5:3 (3:3)
Im zweiten Spiel in der Agglomeration der Hauptstadt stand dem UHC Bowil der UHC Thun gegenüber. Thun ist im Gegensatz zu Grünenmatt bestens bekannt. Bei den Thunern spielen jeweils einige alte Hasen, die genau wissen wo das Tor steht und es leider auch noch gut treffen. Bowil fand das erste Tor sehr früh, vielleicht ein bisschen zu früh, schon nach 14 Sekunden traf Steiner nach einem Schuss von Jutzi zum 1:0. Die eigentliche Vorarbeit leistete ein Thuner, der wohl das erste Spiel und den Fauxpas des unbekannten Bowilers toppen wollte. 😉 Nach diesem fulminanten Start liess sich Bowil aber stark zurückfallen. Man konzentrierte sich nicht auf das Spiel selber, sondern regte sich über Freistösse und den Schiedsrichter auf. Diese Unkonzentriertheit forderte auch ihre Opfer, denn Thun glich in der 8. Minute zum 1:1 aus und erhöhte in der 12. und 14. Minute zum 1:3. Bowil schaute dem Spiel in dieser Phase mehrheitlich zu. Seitens Bowil musste unbedingt eine Reaktion folgen. HC Lädrach nahm anschliessend in der 14. Minute das Time out um die Bowiler aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken. Dieser Weckruf sollte so dann seine Wirkung nicht verpassen. Die Bowiler spielten aggressiver und allgemein schneller. Gerade als die Bowiler besser ins Spiel kamen, gab es eine 2-Minuten-Strafe gegen die Bowiler, welche die Thuner aber nicht ausnützen konnten. Was dann folgte war wieder mehr das Unihockey, welches man von den Bowilern kannte. In den letzten beiden Minuten der ersten Halbzeit glich der UHC Bowil auf 3:3 aus. Die Uhr stand bei 18:44 als Schneeberger auf Pass von Jutzi zum 2:3 Anschlusstreffer montierte. Schneeberger erwischte den Torhüter mit einem flachen Schuss. Bekanntermassen ist es in der „Klebermatte“ nicht sehr optimal zum Schiessen. Grade mal 41 Sekunden später erzielte Liechti aus dem Slot das 3:3. Dieser Effort der letzten 2 Minuten der ersten Halbzeit gab es nun in die zweite mitzunehmen. Interessant sollten sicherlich die ersten Minuten der zweiten Halbzeit werden, denn üblicherweise lassen die Bowiler in dieser Phase oft dem Gegner zu viel Platz und sind unkonzentriert. Dies war aber diesmal nicht der Fall, man spielte konzentriert weiter und konnte in der 28. Minute des hochkarätigen Spiels mit vielen Torchancen die Führung auf 4:3 erhöhen. Diesmal traf Fankhauser auf Pass vom Capitano. Der Bowiler Spielstil war jetzt fokussierter und besser als in der ersten Halbzeit. So erhöhte Schneeberger in der 32. Minute auf Pass von Ryser M. auf das Schlussresultat von 5:3, dies nachdem er den Ball elegant in die Maschen gedroschen hatte, wobei man hier wohl kaum von dreschen sprechen kann, es war doch vielmehr ein präziser Loop in das Netz. Die Thuner bemühten sich in der Schlussphase das Spiel doch noch zu wenden, was ihnen aber nicht mehr gelang. Die Leistung der Bowiler konnte sich vor den zahlreichen Zuschauern (mind. 11) sehen lassen, anders als in der ersten Partie des Tages.

Die Bowiler konnten sich am gestrigen Tag von einem eher unterdurchschnittlichen ersten Spiel zu einem soliden zweiten Spiel steigern. Die beiden Siege könnten matchentscheidend sein, da es dieses Jahr um den Verbleib in der dritten Liga geht und es im Mittelfeld recht eng ist.

UHC Grünenmatt – UHC Bowil 2:3 (0:1)

Tore: 12. Christen S. („Schütze“) 0:1/ 25. UHCG 1:1 / 32. Ryser M. 1:2 / 33. UHCG 2:2 / 36. Jutzi (Leuenberger) 2:3

Strafen: UHC Grünenmatt 1×2-Minuten // UHC Bowil keine Strafen

UHC Bowil: Burkhalter, Lädrach, Leuenberger, Jutzi, L. Anderhalden, Liechti, Aeschlimann, S. Christen, D. „Schütze“ Christen, Rothenbühler, B. Anderhalden, Voramwald, S. Ryser, Steiner, M.Ryser, Sterchi, Schneeberger, Fankhauser, Flückiger, Schweizer

UHC Bowil – UHC Thun II 5:3 (3:3)

Tore:1. Steiner (Jutzi) 1:0 / 8. UHC Thun 1:1 / 12. UHC Thun 1:2 / 14. UHC Thun 1:3 / 19. Schneeberger (Jutzi) 2:3 / 20. Liechti 3:3 / 28. Fankhauser (Christen S. ) 4:3 / 32. Schneeberger (Ryser M.) 5:3

Strafen: UHC Bowil 1×2-Minuten: Steiner (Stossen) // UHC Thun II keine Strafen

UHC Bowil: Schweizer, Lädrach, Leuenberger, Jutzi, L. Anderhalden, Liechti, Aeschlimann, S. Christen, D. „Schütze“ Christen, Rothenbühler, B. Anderhalden, Voramwald, S. Ryser, Steiner, M.Ryser, Sterchi, Schneeberger, Fankhauser, Flückiger, Burkhalter

Nächste Spiele
29. November 2015 Espace-Arena, Biglen
UHT Tornados Frutigen II : UHC Bowil
Visper Lions II : UHC Bowil

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